Wie ich zu meinen Kanarienvögeln kam: Juli 2007

 

 

 

Es begann mit Struppi ,

dann kam Coco und

zum Schluss Susi

 


Struppi:

 

Eine Bekannte rief mich an und teilte mir mit, dass eines ihrer Kanarienkücken  aus dem Nest gefallen war und nicht weitergefüttert wurde. Sie wußte  dass ich schon mal Amseln aufgezogen hatte und bat mich das Kücken zu mir zu nehmen.

 

 

Den Namen "Struppi" gab ihm/ihr meine Arbeitskollegin - wegen der Haube.

Ich holte das Kücken zu mir und da ich 60 km jeden Tag zur Arbeit mußte, nahm ich meinen Struppi jeden Tag mit zur Arbeit.

Schliesslich musste ich ja alle 30 Minuten füttern. Ich muß erwähnen, dass ich mit dem Zug fuhr.

In unserem Zug-Abteil war Struppi  sehr beliebt und man amüsierte sich über die regelmässig bahnfahrende Kanarienhenne und bewunderte die täglichen Fortschritte im Wachstum. Im Büro kam Struppi dann in ihren Käfig.

Jedenfalls anfangs, später durfte Struppi freifliegen.

 

 

Musste ich mal für längere Zeit aus dem Zimmer, brachte ich meine Kanarienhenne  zu meiner Kollegin im Büro gegenüber. Dort machte sie es sich es dann gemütlich auf dem Maskottchen meiner Kollegin bis ich zurück kam.

 

 


Dadurch dass sie den ganzen Tag mir mir zusammen sein durfte, wurde sie sehr anhänglich. Dank der Anteilnahme der Anderen an Struppis Werdegang, war sie überhaupt nicht scheu. Sie flog jedem sofort auf den Kopf, der das Zimmer betrat. Mittlerweile durfte Struppi im Büro frei fliegen.

 

 


 

Dass er bei meiner Kollegin/Freundin gut aufgehoben war, sieht man an diesem Video

Vor den Computer hatte ich einen Ast gelegt. Auf diesem saß Struppi die meiste Zeit des Tages, schaute mir beim Arbeiten zu, und wartete bis es wieder nach Hause ging.

 

 


 

 Wenn sie müde wurde schlief sie auf dem Drucker. Dort war es schön warm.

 

 

 


 

 

Damit Struppi sich nicht langweilte , sammelte ich jeden Abend beim Spaziergang mit meinem Hund Bobby, Gräser. Diese nahm ich am nächsten Tag mit auf die Arbeit und dort konnte Struppi dann an den Gräsern rumpicken und war so stundenlang beschäftigt.

 

 

 


Obwohl Struppi seine eigenen Mahlzeiten hatte, mußte sie alles probieren was kurze Zeit unbeobachtet auf dem Schreibtisch stand. Mein Marmorkuchen schien ihr zu schmecken.

 

 

 

 

 

Struppi in der Obhut meiner Kollegin im Büro gegenüber. Wenn sie Struppi nicht gerade ärgerte, mochten sich die beiden sehr.

 Da meine Kollegin wußte dass Struppi ihre roten Fingernägel nicht mochte, ärgerte sie sie damit so oft sie konnte. Struppi regte sich dann furchtbar auf, schimpfte lautstark und pickte wie wild auf die roten Fingernägel ein.

 

 

 


 

Wenn Struppi meine Aufmerksamkeit erregen wollte, setzte sie sich auf die aufgeschlagene Seite der Akte welche ich gerade bearbeitete.

So konnte ich natürlich nicht weiterarbeiten.

 

 


 

 

Kurzerhand nahm ich Struppi und setzte sie auf meine Oberschenkel unter dem Schreibtisch. Dort machte sie es sich dann gemütlich, schlief und ich konnte weiterarbeiten.

 

 

 

Und plötzlich waren´s zwei!

 

 


Coco:

 

Ca. 5 Wochen später,  kam wieder ein Anruf meiner Freundin. Wiedermal war ein Kücken aus dem Nest gefallen.

Natürlich holte ich es zu mir, Struppí hatte ich ja auch erfolgreich großgezogen.

Später stelle sich raus, dass es ein Hahn war.

 

Ich hatte also nun einen ca 7 Wochen alte Kanarienhenne und einen ca. 6 Tage alten Hahn.

 

Er bekam von mir den  Namen Coco.

Wie man sieht, genießt er intensiv die Sonne. 

 

 

Coco hatte zuvor noch nie die Gelegenheit natürliche Sonne zu genießen; er konnte garnicht genug  Sonne tanken.


 

 


Struppi war am Anfang eifersüchtig, jedoch auch sehr neugierig. Nach ein paar Tagen kümmerte sie sich mit mir zusammen um den kleinen Coco.

Ich dachte sie hilft mir füttern, dann merkte ich dass sie das was ich in Cocos Schnabel steckte, wieder rausholte, und dann selbst fraß.

Nach zwei Tagen half sie jedoch kräftig mit beim Füttern.

 

Ich fuhr natürlich jetzt mit 2 Kanarienkücken täglich nach München (außer Wochenende natürlich).

 

Coco war allerdings nicht so auf mich bezogen wie Struppi. Er machte alles was Struppi tat nach, und sie war für ihn die Hauptperson.

 

Er kam nur auf meinen Finger oder Kopf wenn Struppi  auf meinen Kopf bzw. Finger geflogen war.

 

Struppi schaut hier etwas "gerupft" aus. Sie befindet sich in der Jungmauser.

 

 

Struppi und Coco am 31. Oktober 2007

 

 


 

Und so wurden aus  Zwei - Drei

 


 

März 2008, Struppi baut ein Nest, Coco passt auf!

Zwei der Kücken von Struppi und Coco sind geschlüpft. 2 Eier liegen noch im Nest.

 

 

Als ich bei einem Züchter vorbeischaute, um mich über verschiedene mir unklare Sachen zu erkundigen, sah ich in einem Käfig diese Henne. Die Ärmste hatte einen verkrüppelten Fuss. Ich machte ihn darauf aufmerksam und er meinte: Hab ich nicht gesehen, kann ich zur Zucht nicht brauchen." Ich fragte dann, was er dann mit ihr tun würde? Sein Schweigen sagte mir genug. An meinem Verhalten merkte er, dass ich sauer war. Daraufhin sagte er: "Wenn sie sie wollen, dann schenk ich sie ihnen."

Ich nahm sie mit, sie bekam den Namen Susi.

 

Meine beiden Kanarien waren begeistert über den Neuzugang.

 Coco hatte jetzt zwei Hennen, und das nutzte er auch sofort aus wie man sieht. Susi hat ein Nest gebaut, Eier gelegt und brütete.

Auch Susi bekam ihre Kücken. Allerdings, im Gegenteil von Struppi, hatte sie keine Hilfe bei der Aufzucht der Kücken.

 

Coco kümmerte sich weder um Susi noch um deren Kücken.

Da Susi jedoch den verkrüppelten Fuß hatte, war es für sie sehr schwer ihre 4 Kücken ausreichend zu füttern. Sie ermüdete schnell und hatte ja keinerlei Hilfe. Also fütterte ich mit. Sie schaute zu und war dankbar für die Aufzuchthilfe.

Sie war eine sehr liebevolle Vogelmama und wurde sehr zutraulich mir gegenüber.

Durch mein Mitfüttern wurden alle 4 Kücken frei von Scheu mir gegenüber. Zwar sind sie nicht handzahm, aber sie fliegen auch nicht weg wenn ich in ihrer Nähe beschäftigt bin  (Saubermachen oder Futter herrichten).